… mit ihrer Pfandpflaschengeldspendeidee …

Ausgezeichnetes Engagement
Die Sozialhelden waren in der Lage, im Rahmen einer online geführten Abstimmung, das teilnehmende Publikum für ihre Ideen zu begeistern. Sie gewannen die Abstimmung, in der 19 weitere Projekte vorgestellt wurden. Von ca. 38.000 abgegebenen Stimmen, konnte das Gewinnerprojekt im Rennen um den “Publikumspreis“ ganze 13.000 Stimmen auf sich vereinen. Die Sozialhelden haben es mit Hilfe ihrer kreativen Aktionen wie dem Casting des “Super-Zivis” oder der Wanderausstellung “Barrierefrei?” geschafft, vor allem junge Menschen für gesellschaftliche Probleme zu sensibilisieren.
Das Projekt “Pfandtastisch helfen!” diente dazu, Pfandflaschen-Bons zu sammeln und mit dem Erlös daraus, Mahlzeiten für Bedürftige zu finanzieren. Initiator Raul Krauthausen faßt den Ansporn seiner kreativen und engagierten Truppe so zusammen: “Wir glauben, wer etwas verändern will, braucht keinen roten Umhang und auch keine Superkräfte. Engagement, Überzeugung und Mut reichen voll und ganz.” Das Preisgeld in Höhe von 10.000 EUR wird in die technische Umsetzung des Projekts wheelmap.org fließen.
In vier Kategorien wurden von einer 11-köpfigen Jury für den Deutschen Engagementpreis 2009 die Grünen Damen, Arbeiterkind.de, die Bürgerkommune Nürtingen als auch Fußball baut Brücken für ihr freiwilliges Engagement ausgewählt. Die Preisverleihung ist Teil der Kampagne “Geben gibt”. Träger und Initiator ist das “Bündnis für Engagement”. Wir gratulieren allen Gewinnern von Herzen.
Nachtrag:
Die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) merkt dazu an:
Für Irritation hat dabei die Tatsache geführt, dass die Organisation “Homöopathen ohne Grenzen” es in die Auswahl geschafft hatte [und lange Zeit den ersten Platz belegte - Anm. d. Red.]. “Wie konnte eine Initiative, die eine fragwürdige, weil wirkungslose Heilmethode in Katastrophengebieten anbietet, in die engere Auswahl für einen so lobenswerten Preis kommen?”, fragt der Vorsitzende der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) e.V., Amardeo Sarma. Durch das Angebot von wirkungslosen Homöopathika für lebensgefährliche Krankheiten wie AIDS torpedieren Homöopathen Gesundheitsbemühungen in Entwicklungsländern. Nicht nur Gesundheitsschäden, auch Todesfälle können die Folge wirkungsloser Behandlung sein, etwa wenn dabei notwendige Behandlungen auf der Basis wissenschaftlich fundierter Medizin unterlassen werden. Dass „Homöopathie ohne Grenzen“ durch die Initiatoren ausgewählt wurde, reflektiert aus Sicht der GWUP einen Mangel an Kompetenz und Wissenschaftlichkeit, wofür die Sponsoren und Unterstützer Mitverantwortung tragen.
Die GWUP fordert daher zurecht “die Einführung einer Qualitätskontrolle” bezüglich der ausgewählten Kandidaten und Projekte, da nur “transparente Kriterien unter Einbeziehung wissenschaftlicher Kompetenz” gewährleisten können, daß gut gemachte von gut gemeinten Initiativen unterschieden werden können.
Quelle:
- Geben Gibt! Die Preisträger 2009, 07.12.2009
- Sozialhelden.de: Deutscher Engagementpreis 2009, 06.12.2009
- GWUP: Deutscher Engagementpreis 2009 ohne Homöopathen, Dez. 2009



