… Zwölfjährige stirbt in der Schweiz …
Die seit 2006 anhaltende Masernepidemie in der Schweiz hat ihr erstes Todesopfer gefordert. Ende Januar starb im Genfer Universitätsspital eine 12-jährige Französin an einer akuten Masern-Enzephalitis, einer durch Masernviren ausgelösten Hirnentzündung. Laut dem Schweizer Gesundheitsamt wies das Mädchen keine Vorerkrankungen auf, sie war bis zur Ansteckung mit den Masernviren völlig gesund. Das Mädchen, das aus dem französisch-schweizerischen Grenzgebiet stammt, war nicht geimpft. Die genaue Ansteckungskette ist noch nicht bekannt. Die Schweizer Behörden vermuten die Infektionsquelle in der katholischen Schule in Genf, die auch von vielen französischen Schülern besucht wird. Die Schule hatte eine Masernwarnung herausgegeben. Dennoch entschieden sich die Eltern gegen eine Impfung ihrer Tochter.In der Schweiz sind im Jahr 2008 insgesamt 2.216 Erkrankungsfälle durch Masern gemeldet worden, Schwerpunkt war der Kanton Luzern. Bei insgesamt acht Kindern führte die Masernerkrankung zur gefürchteten Masern-Enzephalitis, die in etwa 30 Prozent der Fälle tödlich verläuft. Seit Anfang des Jahres 2009 sind bereits wieder mehr als 40 Menschen an Masern erkrankt, viele wieder aus dem Kanton Luzern. Die Durchimpfungsraten des Kantons Luzern und des benachbarten Kantons Schwyz gehören zu den niedrigsten der gesamten Schweiz. Laut Angaben der Behörden können nur etwas mehr als 60% der zweijährigen Kinder die zwei empfohlenen Impfungen gegen Masern vorweisen. Die Behörden rechnen daher mit einer weiteren Ausbreitung der Masern.
Impfgegner behaupten immer wieder, daß für gesunde Kinder Impfungen nicht notwendig wären. Eine völlig unverantwortliche und bisweilen tödliche Behauptung. Es ist traurig und skandalös, daß mitten in Europe Kinder noch an Masern sterben müssen. Eine zweimalige Impfung gegen die Masern schützt vor Tod und Behinderung. Es gibt auch heute keine Behandlungsmethode gegen Masern, nur die Vorbeugung mittels Impfung.
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