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Impfgegner Lanka zu Geldstrafe verurteilt

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… mit der Berufung war wohl nichts, armer Stefan Lanka

Geldstrafe für Stefan Lanka
Geldstrafe für Stefan Lanka
Traunstein/Rosenheim (kd) – Ein 42-jähriger Diplom-Molekularbiologe mit Doktortitel aus Stuttgart – ein erklärter Impfgegner, der Arbeitslosenunterstützung bezieht und sich selbst auch als “Virologe und Virusentdecker” bezeichnete – beleidigte einen Richter und einen Staatsanwalt anlässlich eines Prozesses des Amtsgerichts Rosenheim im Dezember 2002 mit übelsten Worten.

Jetzt stand er deshalb erneut vor Gericht.

Dabei hatte die Verhandlung – wir berichteten – gar nicht ihm selbst gegolten, sondern einem anderen Impfgegner aus Dortmund. Die Folge war im August 2003 ein Strafbefehl der Justiz in Rosenheim. Nach zwei Gerichtsverhandlungen – auf seinen Einspruch hin vor dem Amtsgericht Rosenheim im Juni 2005 und wegen seiner Berufung gegen das erstinstanzliche Urteil vor dem Landgericht Traunstein Anfang April 2006 – akzeptierte der 42-Jährige zwischenzeitlich eine Geldstrafe von 900 Euro wegen Beleidigung in zwei Fällen.

Die Siebte Traunsteiner Strafkammer hatte die Berufung als unbegründet verworfen. In der Begründung hatte Vorsitzender Richter Dr. Jürgen Zenkel ausgeführt: “Ihr Recht, gegen Impfen einzutreten, hört dort auf, wo sie das Recht eines anderen Menschen, nicht beleidigt zu werden, verletzen.”

Die Pflichtverteidigerin, Isabell Ott aus Hufschlag, hatte auf Freispruch beziehungsweise im Falle eines Schuldspruchs auf eine “milde Strafe” plädiert.

Staatsanwalt Dr. Josef Hager hatte beantragt, die Berufung zu verwerfen. Auf den Kosten beider Rechtszüge blieb der 42-Jährige sitzen.

Quelle:
Oberbayerisches Volksblatt (OVB) online: Stefan Lanka verurteilt.

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