Glaubst Du noch oder denkst Du schon?

 

Politik

Parteiliches Unbehagen

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2009-05-13, 15:31 [Wednesday]

… wenn die Ergüsse der Politiker nichts weiter sind als gequirlter Quark …

Gequirlter Unfug in den Köpfen
Gequirlter Unfug in den Köpfen
Es wird ja gerne mal gesagt, daß man tunlichst etwas für die Bildung unserer Kinder tun sollte. Ein hehrer Anspruch, wenn ich mir die Antworten der Abgeordneten auf dem einschlägigen Portal www.abgeordnetenwatch.de bezüglich pseudowissenschaftlicher Themen so anschaue.

Die Fraktion der Grünen, u.a. mit ∴Birgitt Bender und Harald Terpe, stellt ja immer wieder gerne Kleine Anfragen an den Bundestag vor allem in Hinblick auf die Aktivitäten des Robert Koch Institutes (dem mangelnde Transparenz vorgeworfen wird) und der Ständigen Impfkommission (an deren Unabhängigkeit man nicht zu glauben scheint). So verwundert auch folgende Aussage der Grünen Bender auf eine Anfrage des Psychoterikers Claus Fritzsche, inwiefern die Intransparenz des Pharmalobbyismus thematisiert wird, nicht weiter:
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Zur Hölle mit Berlin

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2009-04-26, 20:55 [Sunday]

… die Initiative Pro Reli ist gescheitert …

... wie Pro Reli Berlin wahrnimmt
... wie Pro Reli Berlin wahrnimmt
Pro Reli hat sich nicht mit Ruhm bekleckert. Nachdem die Initiative schon die ganze Zeit die Wähler zu manipulieren versucht, indem sie skandierte:

Ja, denn Freie Wahl ist meine Ethik!
Ja, denn Toleranz ist meine Ethik!
Unseren Kindern zuliebe: Ja!
Toleranz beginnt mit Ja!

so ließ sich dem Abstimmungsergebnis ganz klar entnehmen, daß die Initiative gescheitert ist. Dem vorläufigen Wahlergebnis zufolge, entschieden sich nur 14,2% der stimmberechtigten Berliner für eine Abschaffung des Ethikunterrichts und für eine Einführung des ordentlichen Unterrichtswahlfaches Religion, für das Entweder-Oder.

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Instrumentalisierung für die Segregation

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2009-04-15, 18:12 [Wednesday]

… wie Prominente die Masse irreführen …

Wahlplakat von Pro Reli
Wahlplakat von Pro Reli
Seit Tagen grinsen einen die Plakate in Übergröße an. Pro Reli hat einen finanzkräftigen Unterstützer hinter sich: Den deutschen Steuerzahler! Von dem Gesamtkirchensteueraufkommen des Jahres 2002 von 8,4 Milliarden Euro, trugen die Mitglieder ca. 5 Milliarden. Knapp 3,4 Milliarden kamen aus dem Staatssäckel.

Geworben wird mit dem irreführenden Slogan: “Am 26. April ist der Tag der Freiheit.” Daß mit einem erfolgreichen Volksentscheid, die Freiheit der Wahl der Kinder jedoch begrenzt wird, steht dort nirgends. Denn was Pro Reli verschweigt ist, daß die Einführung eines verpflichtenden Religions- oder Weltanschauungsunterricht ab der 1. Klasse zur Debatte steht! Denn Berlin ist das einzige Bundesland, in dem Religionsunterricht kein Wahlpflichtfach ist. Religion ist hier absolut freiwillig.

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Bundesoberbehörde sanktioniert Quacksalberei

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2009-03-25, 18:34 [Wednesday]

… und Stiftung Warentest sagt: “Gut” so!

Guter Service?
Guter Service?
Daß der Bund so einige eigenartige Unterfangen am Laufen hat, ist sicher jedem hier wohnenden Individuum bekannt. In einer Demokratie ist jedoch bundesweit auch der größte Schwachsinn von der Mehrheit der Bevölkerung legitimiert – die Aussagen, die dadurch über unsere Gesellschaft getroffen werden, spiegeln sich nicht nur in den PISA-Werten wider. Eine Gesellschaft, deren Priorität nicht die Bildung der Bürger ist, muß sich nicht wundern, wenn eine der Bundesoberbehörden, die Bundesagentur für Arbeit, auf ihrem Webportal in ihrer Kursdatenbank ca. 3.500 Kurse zum Schlüsselwort “Therapeut” auflistet, von denen nur einige seriöse Ausbildungen, z.B. in der Altenpflege, zum Ziel haben.

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BVG fürchtet die Gläubigen

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2009-03-18, 10:23 [Wednesday]

… und ist nicht das einzige Nahverkehrsunternehmen Deutschlands

Atheistische Buskampagne
Atheistische Buskampagne
Es scheint, daß nicht nur Bremen einen Imageschaden für die Stadt befürchtet, wenn den Machern der Buskampagne gestattet würde, atheistische Slogans auf Fahrzeugen der öffentlichen Nahverkehrsbetriebe durch den städtischen Raum kutschieren zu lassen. Faszinierend ist vor allem die Begründung der Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG).

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Impfkritik – Das Geschäft mit der Angst

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2009-03-17, 17:55 [Tuesday]

… wie das Internet Impfmüdigkeit fördert

Ein kleiner Stich - eine große Wirkung
Ein kleiner Stich - eine große Wirkung
Vom 5. – 7. März 2009 fand in Mainz die erste Nationale Impfkonferenz im Anschluß and die Gesundheitsministerkonferenz statt. Schirmherr der Tagung war der Bundespräsident Horst Köhler. Ziel der Tagung war die Diskussion von Konzepten für die Umsetzung und Erfolgskontrolle von Präventionsmaßnahmen auf dem Gebiet des Gesundheitswesens.

Deutschland ist in den Fokus der Weltgesundheitsorganisation WHO geraten, welche der allgemeinen Impfmüdigkeit hierzulande kein Verständnis entgegenbringt. Die WHO sieht ihre Präventionsziele, beispielsweise die Ausrottung der Masern bis 2010 in Europa, nicht unwesentlich durch deutsche Impfgegner gefährdet. Vor allem im Internet werden kontroverse Diskussionen auf emotionaler Basis zu Impfrisiken geführt.

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Siegreiche Scientologen in der Hauptstadt

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2009-03-03, 00:40 [Tuesday]

… nur der Senat für Bildung darf vor Scientology warnen …

Eingangshalle der Kirche der Scientologen in Berlin
Eingangshalle der Kirche der Scientologen in Berlin
Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf hatte am 21. Januar 2009 vor der Deutschlandzentrale der umstrittenen Organisation Scientology in der Otto-Suhr-Allee ein Warnplakat an einer Litfaßsäule aufstellen lassen. Darauf war ein großes Stopschild abgebildet, unter welchem man lesen konnte: „Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Charlottenburg-Wilmersdorf erkennt in dem verstärkten Engagement von Scientology im Bezirk eine mögliche Gefährdung für die demokratische Gesellschaft und die Ausübung individueller Freiheitsrechte.“ Weiter hieß es, die „BVV spricht sich gegen die Aktivitäten der Scientology-Sekte im Bezirk und in Berlin aus und erwartet von den dafür zuständigen Stellen in Berlin, dass die Scientology-Sekte in der kommenden Zeit aufmerksam und kritisch beobachtet wird, gewonnene Erkenntnisse transparent gemacht werden und gegebenenfalls gegen sie eingeschritten wird“.

Scientology war natürlich nicht sonderlich begeistert von einer solchen Warnung an die Passanten, welche an der dortigen Bushaltestelle warteten und sich so hervorragend als Versuchskaninchen für die Missionierungsversuche junger Scientologen eigneten. Der Verein reichte prompt einen Eilantrag auf Unterlassung bei der Berliner Gerichtsbarkeit ein. Diesem Eilantrag wurde am 27.02.2009 teilweise stattgegeben.

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Dummenfang in Berlin

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2009-02-22, 23:37 [Sunday]

… und die Hauptstädter erscheinen gleichgültig …

Anonymous - mach mit!
Anonymous - mach mit!
Möglicherweise liegt das natürlich daran, daß Hausierern in Berlin grundsätzlich mit Gleichgültigkeit begegnet wird. Irgendjemand versucht alle naselang einem einen Flyer überzuhelfen oder einem irgendwelche Gelder abzuluchsen. Auch eine Unterschrift im Austausch für Mitgliedschaften bei militanten Tierschutzorganisationen oder Abonnements der Druckerzeugnisse penetranter Zeitungsverlagen wird gerne abgefordert.

Aber Berliner lieben Bücherstände, man sieht Bücherstände vor Antiquariaten und Second-Hand-Läden, vor den Universitäten und auf Trödelmärkten … wer kann da schon vorbeigehen ohne einen Blick zu riskieren.

Diese Reflexreaktion der Bürger macht sich Scientology zu nutze. So bauen sie an neuralgischen Stadtpunkten ihre Tapeziertische auf, stellen ihre Bücher des Gründers auf und drapieren mittig eine wundersame Apparatur, welche einem Auskunft über den Streßlevel eines potentiellen Sektenmitgliedes geben wird – kostenfrei natürlich, obwohl “umsonst” da ja das passendere Attribut wär’. Bei Freibier schaltet ja leider oft das Hirn der Menschen in den Ruhezustand. Wenn es also irgendwo etwas kostenlos gibt, selbst wenn es unsinnige, absolut nichtssagende Psychotests sind, welche einzig und allein die Hirnwäsche eines halbwegs intelligenten Menschen zum Ziel haben, dann greift die derzeitige “Geiz ist geil”/”ich bin doch nicht blöd”-Mentalität.

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Ein fataler Lügner

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2005-10-12, 11:30 [Wednesday]

… Impfgegner Lanka bei der taz …

Stefan Lanka: Eitler Gockel ohne Substanz
Stefan Lanka: Eitler Gockel ohne Substanz
Der Medizinanalyst ∴Stefan Lanka zweifelt an der Existenz des Vogelgrippe-Virus, denn der sei bisher nicht direkt nachweisbar. Der Virologe hält auch nichts von Impfungen.

taz: Herr Lanka, Sie sind ein vehementer Kritiker der Virus-Hypothese bei der Vogelgrippe. Wieso?

Stefan Lanka: Bis heute ist das behauptete Virus isoliert und nicht fotografiert worden. Die Gretchenfrage lautet: Auf welche konkreten Publikationen berufen sich die verantwortlichen Wissenschaftler? Wurde das Virus isoliert und charakterisiert – und wo ist das dokumentiert? Doch so eine Publikation gibt es überprüfbar nicht.

Virologen etwa vom Friedrich-Loeffler-Institut für Tierschutz sagen, das Virus sei durch elektronenmikroskopische Untersuchungen nachweisbar.

Das ist eine fatale Lüge mit dramatischen Folgen.

[Anm. d. R. ... und das ist nichts weiter als eine unsubstantiierte Behauptung]

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BSG: Entschädigung für Impfschaden durch Pockenimpfung

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2004-12-27, 22:29 [Monday]

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Eine 1950 geborene Frau erlitt in Folge einer 1951 durchgeführten Pockenimpfung einen Gesundheitsschaden. Im März 1988 beantragte sie beim Land Rheinland-Pfalz Impfschadensversorgung, die ihr für die Zeit vom 01.03.1988 an nach einer Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) um 100 v. H. gewährt wurde. Das auf Versorgung von einem früheren Zeitpunkt an gerichtete Begehren blieb in den Vorinstanzen erfolglos. Zwischenzeitlich ist in einem Zivilprozess wegen Amtspflichtverletzung rechtskräftig festgestellt worden, dass das Land Rheinland-Pfalz verpflichtet ist, der Frau sämtlichen Schaden zu ersetzen, der ihr dadurch entstanden ist bzw. noch entsteht, dass ihr keine Entschädigungsleistungen nach dem Bundesseuchengesetz (BSeuchG) sowie nach dem allgemeinen Aufopferungsanspruch bzgl. des am 04.06.1951 eingetretenen Pockenimpfschadens für die Zeit bis einschließlich Februar 1988 gewährt worden sind, soweit die Schäden nicht von einem etwaigen sozialrechtlichen Herstellungsanspruch nach dem BSeuchG in Verbindung mit dem Bundesversorgungsgesetz (BVG) erfasst sind.
Mit ihrer Revision gegen das Urteil des LSG Rheinland-Pfalz machte die Frau geltend, ihr stehe im Wege eines sozialrechtlichen Herstellungsanspruchs Versorgung seit dem 01.01.1984 zu. Ihre späte Antragstellung beruhe darauf, dass amtliche Stellen des Landes Rheinland-Pfalz ihre Auskunfts- und Beratungspflichten verletzt hätten.
Die Revision der Frau ist nach dem Urteil des BSG vom 16.12.2004 – B 9 VJ 2/03 R – erfolgreich gewesen. Nachdem die Beteiligten in der mündlichen Verhandlung vor dem Senat – entsprechend dem Ergebnis des Zivilprozesses – die für einen sozialrechtlichen Herstellungsanspruch bedeutsamen Tatsachen unstreitig gestellt hatten, ist der Frau auch für die Zeit von Januar 1984 bis Februar 1988 Beschädigtengrundrente nach einer MdE um 100 v. H. und Berufsschadensausgleich zugesprochen worden.

Quelle: DER BETRIEB, 27.12.2004

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