Glaubst Du noch oder denkst Du schon?

 

Ungeimpft für 5 Wochen ins Krankenhaus

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1998-03-20, 00:00 [Friday]

… Klinische Symptomatik jedoch ohne Erregernachweis …

Ein 25jähriger Mann aus Bangladesch, der sich seit 1996 ununterbrochen in Deutschland aufgehalten hatte, erkrankte am 03.01.98 akut mit Halsschmerzen, Schluckbeschwerden und hohem Fieber. Sein Allgemeinzustand verschlechterte sich rasch, zusätzlich trat Luftnot auf. Nach zwei Tagen suchte er die Rettungsstelle eines Berliner Krankenhauses auf. Ein HNO-Arzt stellte die Diagnose ›Verdacht auf Rachendiphtherie‹ und veranlaßte die sofortige Einweisung in eine Infektionsklinik. Dort wurde zum Aufnahmezeitpunkt ein hochakutes Krankheitsbild registriert, die Befunde sprachen aber nicht eindeutig für eine Diphtherie (u. a. nur uncharakteristische abwischbare Beläge nach Art zähen Schleimes). Ein periglanduläres Ödem bewirkte eine teigige Schwellung im Halsbereich (›Cäsarenhals‹). Außerdem bestanden ein für die Diphtherie nicht typisches stammbetontes makulöses Exanthem und eine beidseitige deutliche Konjunktivitis.

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Diphtherieerkrankungen und -diagnosen

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1997-09-12, 01:00 [Friday]

… wenn der Impfschutz fehlt …

Im vergangenen Monat sind unabhängig voneinander zwei Diphtherie-Erkrankungen aufgetreten, über die nachfolgend berichtet wird. Bedauerlicherweise konnte nicht verhindert werden, daß ein Kind an der Diphtherieinfektion verstarb. Das Kind war nicht geimpft.

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Tödliches Mitbringsel aus Russland

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1997-01-14, 00:00 [Tuesday]

… Finne stirbt an Diphtherie

In Finnland erkrankte im September 1996 ein 46jähriger Mann nach der Rückkehr von einem Eintagesausflug in die Russische Förderation – nach Wyborg im Gebiet Leningrad – an einer Diphtherie. Die Erkrankung begann am 25.09.1996 mit Halsbeschwerden, die bis zum 28.09. stark zunahmen und zur Behandlung in einer HNO-Klinik führten. Zu diesem Zeitpunkt wurde eine Infektion durch Streptokokken der Gruppe G angenommen. Membranen, die einen klinischen Verdacht auf Diphtherie nahegelegt hätten, waren nicht vorhanden. Am 29.09. wurde eine Tonsillektomie vorgenommen. Der weitere Krankheitsverlauf bis zum 30.09. führte dann zur Diagnose einer toxischen Diphtherie (ausgeprägte peritonsiläre Ödeme, Benommenheit, Bradykarie, Oligurie). Gleichzeitig wurde aus einem Rachenabstrich vom 29.09. ein toxinbildender Corynebacterium-diphtheriae-Stamm, Typ gravis, angezüchtet. Daraufhin erfolgte die Gabe von Diphtherieantitoxin. Die Behandlung mußte auf einer Intensivstation fortgesetzt werden; dort starb der Patient am 12. Oktober an Herzversagen.

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