Glaubst Du noch oder denkst Du schon?

 

Braucht die Spiegel Redaktion Nachhilfe?

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2009-09-07, 08:23 [Monday]

… im Wissenschaftsressort scheint man es mit der Recherche nicht so genau zu nehmen! …

Spiegel-Leser wissen mehr? Leider nicht!
Spiegel-Leser wissen mehr? Leider nicht!
Spiegel-Leser wissen mehr. Oder auch nicht! Zumindest wenn es um das Thema “Impfungen” geht, bläst auch der Spiegel ins Horn der allgemeinen HPV-Impfhysterie. Der neuste Spiegel Artikel zum Thema HPV-Impfung ist leider um einige Nuancen zu oberflächlich geraten, noch oberflächlicher als der vorherige. Ein schlechter Artikel ist eine Sache, zwei schlecht recherchierte grenzt schon an Vorsatz.

Kritikpunkt 1 – Die Nebenwirkungsmär der 6 Prozent

Kommen wir zum wichtigeren der beiden Kritikpunkte — der fahrlässigen Aufbereitung von Ergebnissen wissenschaftlicher Studien.

Der Spiegel schreibt:

Bei Auswertung der Daten von 12.424 geimpften Frauen in den USA zeigte sich [...] In etwa sechs Prozent der Fälle waren schwerere Nebenwirkungen [...] aufgetreten.

Liebe Redaktion, gerne leisten wir Nachhilfe: Das ist falsch. Da gibt es kein Drumherum. Einfach schlicht und ergreifend falsch. Schon im Abstrakt der Studie weisen die Autoren daraufhin, daß das Ziel der Studie ist, alle gemeldeten Verdachtsfälle zusammenzufassen und zu kategorisieren. Die 12.424 VAERS-Verdachtsfälle, die in die Auswertung einflossen und ausgewertet wurden, entsprechen einer Quote von 53,9 gemeldeten Verdachtsfällen auf 100.000 Impfdosen — also 0,0539 % Fälle mit möglicherweise kausal auf eine Impfung zurückzuführenden Nebenwirkungen. Von diesen 0,0539 % gab es 6 % gemeldeter Fälle (N=772) mit schweren Nebenwirkungen. Lieber Spiegel, das sind 0,003234 %. Verständlich für jedermann: 0,3 Meldungen schwerer Nebenwirkungen auf 100.000 verabreichten Impfdosen.

Die Zahl 12.424 verweist auch nicht auf die geimpften Frauen, sondern stellt die Anzahl aller gemeldeten Verdachtsfälle auf über 20.383.145 Impfdosen HPV4 dar. Zum Zeitpunkt der Auswertung der Daten in dem Jama-Bericht waren das also bereits über 23.050.000 verimpfte HPV-Dosen. Diese Verdachtsfälle kann jeder über das Frühwarnsystem des Center of Disease Control, VAERS, melden, unabhängig von einem Kausalzusammenhang. Das VAERS zielt gerade nicht darauf ab, die Verdachtsfälle auf biologische oder epidemiologische Plausibilität zu überprüfen.

So ganz nebenbei wird auch die Zahl der 32, zeitlich in Relation zu einer HPV-Impfung stehenden Todesfälle in den Raum geworfen. Toll! Von den bis Ende August 2008 gemeldeten 31 Todesfällen konnten nur ganze 20 überhaupt in die klinische Auswertung einfließen aufgrund mangelhafter Daten der übrigen. In bezug auf die Todesfälle konnten weder Übereinstimmungen hinsichtlich Altersgruppen, Zeitintervalle, Anzahl der Impfdosen festgestellt noch Trends bezüglich der klinischen Umstände, welche dem Tod vorausgingen oder kausal für ihn verantwortlich waren, erkannt werden. John Iskander, derzeitiger Chef des CDC in Atlanta, sagte bezüglich 10 der untersuchten Todesfälle, für die die vorliegenden Daten Rückschlüsse zuließen, daß diese abschließend mit dem Ergebnis beurteilt wurden, daß Gardasil mit höchstmöglicher Wahrscheinlichkeit nicht kausal für diese zur Verantwortung zu ziehen ist.

Nun fragen wir uns natürlich: Liegt dem Spiegel die Studie nicht vor? War die finanzielle Einmalinvestition von 15,00 USD zu hoch, um die Studie in ihrer Gesamtheit zu würdigen? Ist es dem Spiegel nicht zuzumuten, auf der Webseite des CDC zu recherchieren? Oder waren die Englischkenntnisse des Autors nicht ausreichend, um den Inhalt zu erfassen?

Wie dem auch sei, dafür sind wir ja da — wir helfen gerne. Jederzeit. Denn wir wollen, daß der Satz: Spiegel-Leser wissen mehr! auch weiterhin ein wenig Wahres beinhaltet.

Drum kommen wir nicht umhin, uns unserem zweiten Kritikpunkt zu widmen — der Kostenfrage.
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Grippe auf Abwegen

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2009-09-03, 20:48 [Thursday]

… ein Virus ist auf’s Schwein gekommen …

... Namensgeber für H1N1
... Namensgeber für H1N1

Seit der ersten medialen Coverage über die Todesfälle im fernen Mexiko, für welche als Auslöser ein neuartiges Influenzavirus verantwortlich gemacht wurde, gibt es unterschiedliche Auffassungen über die Gefahr, die vom neuen Typ des H1N1 ausgeht. In der Mediensprache heißt diese möglicherweise pandemiefähige Influenza “Schweinegrippe”.

Die Symptome der neuen Grippe unterscheiden sich nicht von denen der saisonalen Influenza. Die Erkrankung geht mit Fieber, Atemwegsbeschwerden und Gliederschmerzen einher. Bisher sind Todesfälle vor allem auf dem amerikanischen Kontinent aufgetreten. Innerhalb der Europäischen Union wurden bislang mehr als 90 Todesfälle registriert, hauptsächlich betroffen ist Großbritannien. Deutschland konnte bisland nur einige schwere Krankheitsverläufe verzeichnen, jedoch sind Todesfälle nicht auszuschließen. Nach Angaben der WHO sind viele, aber nicht alle schweren Fälle bei Menschen mit Grunderkrankungen aufgetreten.

In Deutschland sind zum jetzigen Zeitpunkt seit Ende April 2009 insgesamt 16.835 Fälle verzeichnet worden, davon wurden ca. 4.300 als autochthon eingestuft (Erkrankung in Deutschland erworben).

Für den Impfstoff zum Schutz vor der Neuen Grippe, wurde das H1N1-Virus zunächst aus einem Patienten in Hamburg isoliert. Mit diesem “Wildtyp” begann die Entwicklung des Impfstoffes. Für die Saatvirusgewinnung benötigt man jedoch ein sogenanntes “rekombinantes” Virus, d.h. man schleust die charakteristischen Hüllproteine in einen weit weniger virulenten und gut charakterisierten Influenza-Stamm ein. Man braucht ja sowieso nur die Typen des Hämagglutinin (HA) und der Neuraminidase (NA), von denen es jeweils 8 bzw. 15 bekannte Subtypen gibt. Das A/California/4/2009 (H1N1) ist eben einfach ein Virus aus diesem untereinander genetisch verwandten “Virusbaukasten”, nicht mehr und nicht weniger.

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Masernepidemie in der Schweiz

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2009-04-14, 13:13 [Tuesday]

… und das seit 2006 …

Weiße Kreuze für Schweizer Flagge
Weiße Kreuze für Schweizer Flagge
Auf den Seiten des schweizerischen Bundesamtes für Gesundheit läßt sich nachlesen, daß im Zeitraum vom 1. Januar 2009 bis zum 14. April 2009 insgesamt 685 gemeldete Masernfälle aufgetreten sind. Damit erhöhte sich die Anzahl der Erkrankungen an ∴Masern in nur einem Monat um mehr als das Doppelte.

Dies entspricht einer Inzidenz von ca. 90 gemeldeten Masernfälle auf 1 Million Einwohner. Das Eradikationsziel der WHO-Europa Region fordert jedoch eine Inzidenz von weniger als einem Fall pro eine Million Einwohner, für die gesamte Schweiz also maximal 7-8 Masernfälle pro Jahr. Dieses Ziel konnte in den Jahren seit Beginn der Epidemie nicht erreicht werden.

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Die Ohnmacht eines Egomanen

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2009-03-24, 22:11 [Tuesday]

Stefan Lanka erhält Schuldspruch
Stefan Lanka erhält Schuldspruch
Unter dem Aktenzeichen (234 Cs)3012PLs14916/07(133/08) fand am 24.03.2009 um 12:00 Uhr im Raum 1007 des Berliner Amtsgerichts Tiergarten die mündlichen Verhandlung in der Strafsache das Volk gegen Dr. rer. nat. ∴Stefan Lanka statt.

Das Verfahren hatte die Beleidigungstatbestände der §§185ff, §194 des Strafgesetzbuches zum Gegenstand. Die Ermittlungen gegen den Angeklagten Lanka wurden aufgrund eines Antrages des Prof. Dr. Reinhard Kurth in die Wege geleitet, nachdem der AIDS-Leugner Lanka dessen Wirken als Präsident des Robert Koch Instituts (RKI) als strafbar gemäß dem Völkerstrafrecht bezeichnete und dies am 06. August 2007 per Fax dem RKI kundtat.

Lanka, in seiner unerschütterlichen Überheblichkeit, zog es vor, seine Verteidigung selbst in die Hand zu nehmen. Ein Unterfangen, welches von Beginn an zum Scheitern verurteilt war und in der folgenden Exklamation Lankas einen denkwürdigen Höhepunkt fand:

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Impfkritik – Das Geschäft mit der Angst

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2009-03-17, 17:55 [Tuesday]

… wie das Internet Impfmüdigkeit fördert

Ein kleiner Stich - eine große Wirkung
Ein kleiner Stich - eine große Wirkung
Vom 5. – 7. März 2009 fand in Mainz die erste Nationale Impfkonferenz im Anschluß and die Gesundheitsministerkonferenz statt. Schirmherr der Tagung war der Bundespräsident Horst Köhler. Ziel der Tagung war die Diskussion von Konzepten für die Umsetzung und Erfolgskontrolle von Präventionsmaßnahmen auf dem Gebiet des Gesundheitswesens.

Deutschland ist in den Fokus der Weltgesundheitsorganisation WHO geraten, welche der allgemeinen Impfmüdigkeit hierzulande kein Verständnis entgegenbringt. Die WHO sieht ihre Präventionsziele, beispielsweise die Ausrottung der Masern bis 2010 in Europa, nicht unwesentlich durch deutsche Impfgegner gefährdet. Vor allem im Internet werden kontroverse Diskussionen auf emotionaler Basis zu Impfrisiken geführt.

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Masernausbruch in Hamburg

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2009-03-10, 00:33 [Tuesday]

… das Robert Koch Institut (RKI) informiert …

Masernvirus
Masernvirus
Bis zur 9. Kalenderwoche hat sich die Zahl der Masernfälle auf 101 erhöht, davon traten 12 Fälle im Hamburger Umland auf. Bei weiteren 11 Personen bestand der Verdacht einer Masernerkrankung. Es lagen bei 104 Fällen und Verdachtsfällen Angaben zum Beginn der Krankheitssymptome vor. Der gegenwärtige Verlauf deutet nicht auf ein bereits erfolgtes Überschreiten des Höhepunktes des Ausbruchs hin. Die Mehrzahl der Fälle traten südlich der Elbe im Bezirk Mitte (Ortsteil Wilhelmsburg) und im Bezirk Harburg auf.

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Tödlicher Ausschlag

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2009-02-28, 23:33 [Saturday]

… Zwölfjährige stirbt in der Schweiz …

Mädchen mit Masern
Mädchen mit Masern
Die seit 2006 anhaltende Masernepidemie in der Schweiz hat ihr erstes Todesopfer gefordert. Ende Januar starb im Genfer Universitätsspital eine 12-jährige Französin an einer akuten Masern-Enzephalitis, einer durch Masernviren ausgelösten Hirnentzündung. Laut dem Schweizer Gesundheitsamt wies das Mädchen keine Vorerkrankungen auf, sie war bis zur Ansteckung mit den Masernviren völlig gesund. Das Mädchen, das aus dem französisch-schweizerischen Grenzgebiet stammt, war nicht geimpft. Die genaue Ansteckungskette ist noch nicht bekannt. Die Schweizer Behörden vermuten die Infektionsquelle in der katholischen Schule in Genf, die auch von vielen französischen Schülern besucht wird. Die Schule hatte eine Masernwarnung herausgegeben. Dennoch entschieden sich die Eltern gegen eine Impfung ihrer Tochter.

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Keuchhustenopfer in der Schweiz

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2009-02-17, 20:52 [Tuesday]

… Zweijährige stirbt an den Folgen einer Pertussisinfektion …

Impfungen schützen Kinder - auch vor Keuchhusten
Impfungen schützen Kinder - auch vor Keuchhusten
Ein zweijähriges Mädchen ist am Samstag im Universitäts-Kinderspital Basel (UKBB) an Keuchhusten gestorben. Der Baselbieter Kantonsarzt Dominik Schorr bestätigte entsprechende Medienberichte. Im asellandschaftlichen Laufen sind Primarschüler erkrankt. Das Kind war nicht geimpft.

Es ist derzeit nicht der einzige Krankheitsfall in der Nordwestschweiz: Auch Geschwister seien offenbar angesteckt, sagte Schorr mit Verweis auf Arztangaben. Die Familie lebt in einer Solothurner Gemeinde im Leimental unweit von Basel.

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Tödlicher Ausgang einer Tetanuserkrankung

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2008-06-13, 00:04 [Friday]

… Impfschutz insbesondere auch bei älteren Menschen sollte überprüft werden …

Eine 86 Jahre alte Frau starb im Juni 2007 in einer Klinik in Heidelberg an den Folgen einer Tetanuserkrankung. Die Patientin führte einen eigenen Haushalt im Haus, das sie zusammen mit ihrem Sohn bewohnte. Sie war geistig und körperlich fit und hatte immer schon viel Freude an der Gartenarbeit. Einen Hausarzt suchte sie nur selten (Blutdruckprobleme) auf, da sie nie ernstlich krank war.

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Kranke müssen draußen bleiben

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2005-04-01, 21:25 [Friday]

… wenn Kinderkrankheiten nicht harmlos verlaufen …

Bis zum 29.03.2005 wurden im Rahmen des Masernausbruchs in Hessen insgesamt 173 Fälle von Masernerkrankungen überwiegend bei Kindern, aber auch bei Jugendlichen und Erwachsenen gemeldet. Von 166 Erkrankten konnte der Impfstatus in Erfahrung gebracht werden. 161 (97%) waren nicht geimpft. Von den insgesamt 173 Fällen mußten 20 Erkrankte wegen Komplikationen oder schwerer Verläufe stationär behandelt werden (11,5%). 5 (3%) Patienten mit bekanntem Impfstatus erkrankten trotz vorheriger Immunisierung.

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