Glaubst Du noch oder denkst Du schon?

 

Nicht rechts, nicht links, sondern vorn

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2009-12-11, 22:01 [Friday]

… der 2. Geopolitische Kongress in Gera …

Infonetzwerk Gera
Veranstalter des 2. Geopolitischen Kongresses
Das Infonetzwerk Gera veranstaltet am 20.12.2009 den 2. Geopolitischen Kongress. Das hört sich ja erst einmal prima an. Geopolitik, in Gera. Toll. Auch das Motto kann sich sehen lassen: Unsere Welt – Wahrnehmung und Realität. Und hier beginnen dann auch schon die Felle zu schwimmen. Denn was auf der Referentenliste des Kongresses auftaucht, ist jenseits von Gut und Böse und vor allem von geopolitischer Sachkenntnis. Wir finden unter den Referenten die großen Namen der Verschwörungstheoretiker, aka ∴Truther:

Jürgen Elsässer, Journalist & Buchautor
Der Iran – westliche Kriegspropaganda und Kriegsvorbereitung

Christoph Hörstel, Regierungs- & Unternehmensberater
1. Außenpolitik: Afghanistan-Pakistan: Kriegslage, Nato-Fehler, Lösungen, Beziehungen zu Russland & Iran
2. Innenpolitik (Hauptthema): Wirtschaftsethik – Ausweg aus der Krise, Politische Opposition und Ethik, Kirche in Deutschland

Andreas Clauss, Finanzexperte & Stiftungsvorstand
Finanzkrise und ihre Hintergründe

Frieder Wagner, Publizist & Grimmepreisträger
Filmvorführung “Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra”, Uran Munition – Verbrechen gegen die Menschheit

Hans U. P. Tolzin, Journalist
Schweinegrippe – was steckt dahinter?

Auf diese “Referenten und ihre interessanten Antworten auf brennende Fragen unserer Zeit” freut man sich beim Infonetzwerk Gera, welches im Eigenverständnis sich “nicht als ‘rechts’ oder ‘links’-gerichtet” sieht. Das hat man mit den heutigen Piraten gemein, oder auch mit dem Verschwörungstheoretiker ∴ Jo Conrad, welcher mit diesem Spruch für das ∴Fürstentum Germania warb. Progressiv, könnte man denken, wenn man denn nicht den eher rechtslastigen Hintergrund des Spruches kennt, dabei handelt es sich um eine Abwandlung eines beliebten SS-Liedes, in dem es sinngemäß hieß: wir sind nicht oben und nicht unten, sondern wo wir sind ist vorn. Auch die Stadt Gera besann sich, nachdem die Referentenliste in Augenschein genommen wurde, eines Besseren und verweigerte die Vermietung des kommunalen Volkshauses, wie folgender Bericht aus der Ostthüringer Zeitung belegt:

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