Glaubst Du noch oder denkst Du schon?

 

Impfgegner und Aids-Leugner

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2010-03-16, 21:37 [Tuesday]

… Kreuzzug gegen die Schulmedizin …

Alternativmediziner freuen sich über Zulauf
Alternativmediziner freuen sich über Zulauf
Keine andere sogenannte Impfstudie hat in Europa wohl mehr Schaden angerichtet als die des Briten ∴Andrew Wakefield. Darin behauptete der Mediziner, dass es einen Zusammenhang zwischen der kombinierten Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln bei Kindern und – in der Folge – eine erhöhte Autismusrate gebe. Wakefields Untersuchung, die 1998 in der Fachzeitschrift „The Lancet“ erschien, brachte Verunsicherung, die Impfbereitschaft sank in vielen Ländern Europas beträchtlich. Bis heute beziehen sich ∴Impfkritiker und -gegner auf die Wakefield-Studie. Ausgerechnet die Dreifach-Impfung, die Kinderärzte einsetzen, um ihren kleinen Patienten zwei Stiche weniger verpassen zu müssen, geriet in Misskredit – und mit ihr gleich alle anderen Impfungen.

Wakefield wurde für seine „Studie“ von impfkritischer Seite bezahlt, er fälschte seine Studienergebnisse, bis heute gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis für seine Thesen, stattdessen wird sie in etlichen seriösen Untersuchungen auf der ganzen Welt immer wieder widerlegt, und „Lancet“ widerrief den Artikel Wakefields wegen offensichtlich inkorrekter Teile – das alles bleibt in pseudowissenschaftlichen Werken zum Beispiel eines ∴Hans U. P. Tolzin unerwähnt. Tolzin, der nicht etwa Arzt ist, sondern gelernter Molkereifachmann, betreibt die Internetseite www.impfkritik.de und gibt zudem den „Impfreport“ heraus, eine „Zeitschrift für unabhängige Impfaufklärung“.

Die angeblichen Ergebnisse Wakefields thematisierte er in der Ausgabe „Autismus, Quecksilber, Impfung: Der geleugnete Zusammenhang“. Tatsächlich hatten Impfkritiker schon in den neunziger Jahren versucht, eine Verbindung zwischen dem in geringen Mengen Quecksilber enthaltenden Konservierungsstoff Thiomersal, der in vielen kosmetischen und pharmazeutischen Produkten eingesetzt wird, und dem Auftreten von Autismus bei Kindern herzustellen. Für einen solchen Zusammenhang gibt es bis heute keinen Beweis. Trotzdem halten Impfgegner daran fest. Dass Thiomersal nicht in dem kombinierten Impfstoff gegen Masern, Mumps und Röteln enthalten ist (und niemals war), dass überhaupt längst für alle generell empfohlenen Schutzimpfungen quecksilberfreie Impfstoffe verfügbar sind – auch darüber gehen Impfgegner hinweg.

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Schweinegrippe – eine Verschwörung der Juden

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2010-01-09, 15:01 [Saturday]

… Elke Wittich entdeckt die Abgründe der Impfkritiker …

der Talmud ist schuld - meint Ryke Geerd Hamer
der Talmud ist schuld - meint Ryke Geerd Hamer
Unter den Kritikern der Schweinegrippeimpfung tummeln sich allerlei antisemitische Verschwörungstheoretiker.

Die Mail, die eine besorgte Hausärztin namens ∴Juliane Sacher einigen Freunden schickte, las sich bedrohlich: In den Impfstoffen gegen die Schweinegrippe sei mit der Substanz ∴Squalen der Wirkstoff enthalten, der bei US-Soldaten zum sogenannten Golfkriegssyndrom geführt habe. Da war es dann auch kein Wunder, daß die Adressaten dieser Nachricht so alarmiert waren, daß sie die Warnung ihrerseits weiterverbreiteten. Mittlerweile ist daraus eine regelrechte Kettenmail geworden, und die Squalen-Sache wird selbst in Fußballforen aufgeregt diskutiert.

Die sensationelle Enthüllung hat allerdings einen Haken: Der Impfstoff, der Golfkriegssoldaten routinemäßig injiziert wurde, enthielt die Substanz mit dem nach ganz besonders bösartiger Chemie klingenden Namen gar nicht.

“Ich gebe zu, daß das nicht so geschickt war, weil einige Autoren später darlegten, daß das Golfkriegssyndrom nichts mit Squalen zu tun gehabt haben kann, weil in dem Impfstoff kein Squalen vorhanden gewesen sein soll”, schrieb Sacher inzwischen auf ihrer Homepage, was nicht nur so klingt, als handele es sich um ein bestenfalls halbherziges Dementi. Zumal die Ärztin gleichwohl bei ihrer Warnung bleibt. Auch das verwundert nicht, denn Juliane Sacher ist schließlich weit mehr als nur eine besorgte Hausärztin, die lediglich einigen Freunden eine Mail schickte, die sich völlig ohne ihr Zutun zu einem Kettenbrief entwickelte. Die 64jährige, die ihre Kassenzulassung schon vor einiger Zeit zurückgegeben hat, gehört unter anderem zu den sogenannten Aids-Kritikern, die fest daran glauben, daß die Immunschwächekrankheit, verkürzt gesagt, als Virenerkrankung nur eine Erfindung raffgieriger Pharmakonzerne sei. Außerdem gehört Sacher zum Kreis der Impfkritiker aus Prinzip, einer Gruppe von nicht notwendigerweise mit medizinischen Kenntnissen ausgestatteten Leuten, die unermüdlich versuchen, Impfungen aller Art unter anderem als Ursache einer Vielzahl von Krankheiten darzustellen, und damit besonders Eltern immer wieder verunsichern.

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Gegen Argumente immun

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2009-12-02, 21:13 [Wednesday]

Immunisierung der Immunisierungsgegner …

Schutzschild der Immunität
Schutzschild der Immunität
Die Botschaft erreichte per E-Mail Freunde, Familie und Kollegen. „Wer es noch nicht weiß: Die beiden Impfstoffe gegen die sogenannte Schweinegrippe . . . enthalten als Adjuvans (Impfverstärker) Squalen“, schrieb vor zwei Wochen eine gewisse Juliane Sacher, Fachärztin für Allgemeinmedizin aus Frankfurt. Squalen sei auch bei Golfkrieg-Soldaten als Impfverstärker eingesetzt worden und habe das Golfkriegssyndrom verursacht. Chronische Müdigkeit, Fibromyalgie (Muskelrheuma), Gedächtnisstörungen, Erschöpfung, Schmerzen sowie Verdauungsprobleme und Hautausschlag seien die Folgen. „Wenn die Bundesregierung ihren Willen durchsetzt und 35 Millionen Menschen geimpft werden, ist damit zu rechnen, dass 8 bis 9 Millionen Bundesbürger für die nächsten Jahrzehnte unter chronischer Müdigkeit und Fibromyalgie etc. leiden werden. Geben Sie diese E-Mail an möglichst viele Ihrer Bekannten weiter.“

Die Kettenmail verbreitete sich in Windeseile in ganz Deutschland. Golfkrieg, Schmerzen und Syndrom waren Schlüsselwörter, die obendrein durch die schaurig illustrierten Folgen vor allem Unsicherheit, aber auch Angst verbreiteten. Die Botschaft hatte nur einen Haken: Sie war falsch. Squalen sei ein natürliches Zwischenprodukt des menschlichen Stoffwechsels sowie Bestandteil der Körperzellen und vieler Lebensmittel, klärte das für Impfstoffe und Arzneimittel zuständige Paul-Ehrlich-Institut auf. Ein Zusammenhang zwischen Anthrax-Impfung und Golfkriegssyndrom sei mehrfach untersucht, aber nicht gefunden worden, zumal der Impfstoff überhaupt kein Squalen enthalten habe. „Zur Sorge gibt es deshalb keinen Anlass.“

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